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Tarot

Keltisches Kreuz

Das Keltische Kreuz ist die bekannteste Tarot-Legung: Zehn Karten an festen Positionen beleuchten eine Frage aus verschiedenen Blickwinkeln — von der Ausgangslage über Einflüsse und Umfeld bis zur Tendenz.

Populär wurde die Legung durch Arthur Edward Waites „Pictorial Key to the Tarot“ (1910/11), das Begleitbuch zum Rider-Waite-Smith-Deck; ihre Wurzeln liegen im Umfeld des Hermetic Order of the Golden Dawn. Der Name spielt auf die Form an: Sechs Karten bilden ein Kreuz, vier weitere daneben einen Stab.

Jede Position hat eine feste Bedeutung. Im Kreuz liegen typischerweise: die Situation, das, was sie kreuzt (Herausforderung), Grundlage bzw. Wurzel, jüngste Vergangenheit, das Bewusste oder Mögliche, die nahe Zukunft. Der Stab ergänzt: die eigene Haltung, das Umfeld, Hoffnungen und Ängste sowie die Tendenz („Ergebnis“). Die genauen Bezeichnungen variieren leicht je nach Schule, das Grundgerüst ist aber weitgehend einheitlich. Gelesen werden die Karten nie isoliert, sondern im Zusammenspiel — die Positionen geben dem Zufall der Ziehung eine erzählerische Struktur.

Die „Ergebnis“-Karte ist keine feststehende Zukunft: Sie beschreibt in der Tarot-Tradition eine Tendenz unter den aktuellen Bedingungen — als Stoff zur Reflexion, nicht als Urteil.

Verwandte Begriffe

Große ArkanaKleine ArkanaTageskarte