Zwölf Monate, gerechnet
Mondkalender
Jeder Vollmond und jeder Neumond der nächsten zwölf Monate, mit Uhrzeit, Zeichen und Entfernung. Die Termine sind aus den Bahndaten gerechnet, nicht aus einer Liste übernommen. Mondfinsternisse sind markiert.
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Juli 2027
Was der Mond tut und was nicht
Der Mond verursacht die Gezeiten. Das ist gemessen und unbestritten: seine Anziehung verformt die Wassermassen der Ozeane.
Auf den Menschen ist keine vergleichbare Wirkung nachgewiesen. Studien zu Schlaf, Geburtenzahl und Notaufnahmen finden keinen belastbaren Zusammenhang mit der Mondphase.
Was bleibt, ist der Rhythmus: rund 29,5 Tage von Neumond zu Neumond. Wer ihn nutzt, nutzt einen verlässlichen Taktgeber, keine Kraft.
Was die Tradition an die zwei Phasen hängt
Das Folgende ist Deutung, keine Wirkung. Astronomisch ändert sich am Neumond nichts außer der Beleuchtung, von der Erde aus gesehen.
Neumond: Anfangen, solange noch niemand zuschaut.
Am Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne, seine beleuchtete Seite zeigt von uns weg, am Himmel ist er nicht zu sehen. Die Tradition liest das als Punkt, an dem etwas beginnt, bevor es sichtbar wird: Vorsätze fassen, Weichen stellen, den ersten Schritt tun, über den man noch nicht redet.
Was willst du anfangen, ohne es gleich jemandem zu erzählen?
Vollmond: Sehen, was fertig ist, und was weg kann.
Beim Vollmond steht die Erde zwischen Sonne und Mond, wir sehen die volle beleuchtete Seite. Traditionell gilt er als Punkt der Sichtbarkeit: was reif ist, zeigt sich, und was nicht mehr passt, fällt auf. Deshalb wird er als Zeit zum Abschließen gelesen, nicht zum Anfangen.
Was ist fertig, und was hältst du nur noch aus Gewohnheit?