Konjunktion
Eine Konjunktion ist der Aspekt von 0°: Zwei Punkte stehen an nahezu derselben ekliptikalen Länge. Astrologisch wird das traditionell als Bündelung der beteiligten Themen gelesen.
Bei einer Konjunktion haben zwei Himmelskörper dieselbe ekliptikale Länge – von der Erde aus gesehen stehen sie im selben Tierkreisgrad. Astronomisch heißt das nicht, dass sie sich wirklich nahe sind: Eine Venus-Jupiter-Konjunktion ist ein Perspektiveffekt, die beiden trennen Hunderte Millionen Kilometer. Auch stehen sie meist nicht exakt übereinander, weil ihre Bahnen unterschiedlich gegen die Ekliptik geneigt sind.
In der Deutung gilt die Konjunktion als Verschmelzung: Die Prinzipien der beteiligten Planeten treten gemeinsam auf und färben einander. Ob das als angenehm oder fordernd erlebt wird, hängt von den Beteiligten ab – eine Mond-Venus-Konjunktion wird traditionell anders gelesen als eine Mars-Saturn-Konjunktion. Anders als Quadrat oder Trigon ist die Konjunktion also weder „harmonisch“ noch „spannungsreich“ per se.
Ein Sonderfall ist die Konjunktion mit der Sonne: Steht ein Planet sehr nah bei ihr, ist er am Himmel unsichtbar („verbrannt“ in der traditionellen Terminologie). Der bekannte Neumond ist schlicht die Konjunktion von Sonne und Mond.
So verwenden wir den Begriff
Leitstern berechnet Konjunktionen in Radix, Transiten und Synastrie und zeigt die Abweichung vom exakten Winkel als Orb.
Weiterlesen
Begriffe, die direkt an dieses Thema anschließen.