Astrologie
Radix (Geburtsbild)
Das Radix (lateinisch „Wurzel“) ist das Geburtshoroskop: die berechneten Positionen von Sonne, Mond und Planeten im Tierkreis zum Zeitpunkt und am Ort der Geburt. Es ist die Grundlage aller weiteren astrologischen Betrachtung.
Ein Radix ist eine astronomische Momentaufnahme: Aus Geburtsdatum, -zeit und -ort werden die ekliptikalen Positionen der Himmelskörper berechnet und in den Tierkreis eingetragen. Dazu kommen bei bekannter Geburtszeit die Achsen — Aszendent und Medium Coeli — sowie die Aspekte, also die Winkelbeziehungen zwischen den Planeten. Das Ergebnis ist für jeden Menschen einzigartig; selbst Zwillinge unterscheiden sich durch die Minuten zwischen ihren Geburten.
Die Astrologie liest das Radix als Grundmuster einer Persönlichkeit: Das Sonnenzeichen ist darin nur ein Faktor von vielen — Mondzeichen, Aszendent und die Aspektstruktur wiegen in der Deutung mindestens ebenso schwer. Auch Transite und Synastrie beziehen sich immer auf das Radix: Es ist der Referenzrahmen, an dem alles Spätere gemessen wird.
Das Radix ist kein Schicksalsplan und keine Vorhersage. Es beschreibt in der astrologischen Systematik Anlagen und Themen — was ein Mensch daraus macht, steht in keiner Tabelle.